Bezirksfischereiverband für Ostfriesland e.V. seit 1914

Massives Fischsterben im Leybucht-Verbindungskanal

Massives Fischsterben im Leybucht-Verbindungskanal

Ein massives Fischsterben beschäftigte am Wochenende die Angler der Ortsgruppe Norden im Bezirksfischereiverband für Ostfriesland sowie des Angelsportvereins Greetsiel.  Am frühen Freitagabend gingen mehrere Anrufe bei der Leiterin der Ortsgruppe Norden, Manuela Rosendahl,ein. Diese schickte unverzüglich mehrere Mitglieder der Ortsgruppe an den Schadensort, welche sofort  mit der Bergung der Kadaver begannen. Parallel informierte sie den Vorstand des BVO, welcher sich über die Vorstandsmitglieder Holger Flick und Eric Jibben ein Bild von der Lage machte. Hilko Nieland, erster Gewässerwart des BVO war im Bereich Großefehn und Wiesmoor im Einsatz, wo es in den Wieken ebenfalls zu dramatischen Situationen wegen des Wassermangels gekommen war. Der Vorstand des BVO  bezeichnete die Lage am Abend als katastrophal. Zentnerweise große Brassen und zum Teil kapitale Raubfische fielen dem Fischsterben bislang zum Opfer. Über die Ursache lässt sich zur Zeit nur spekulieren. Wassermangel war es, anders als in den Wieken im südlichen Landkreis, im Verbindungskanal sicher nicht. Vielmehr mutmaßen die Petrijünger, dass es zu einer Übersalzung im Rahmen eines fehlenden Wasseraustausches in den vergangenen Wochen gekommen ist. Über die Seeschleuse kommt immer wieder Salzwasser in den Kanal, wo hingegen der Süßwasserzustrom aus dem Einzugsgebiet des Norder-Tiefes gänzlich ausgeblieben ist. Es ist wohl ein natürliches witterungsbedingtes Phänomen, dem wir machtlos gegenüber stehen, so die Verantwortlichen des BVO. Hilko Nieland ordnete indes dann auch an das Einsammeln der Kadaver vorerst zu stoppen. Dies zu organisieren sei Angelegenheit der zuständigen Gefahrenabwehrbehörden, welche noch am Abend vom BVO informiert wurden. Ihnen obliegt es auch die endgültige Ursache zu ermitteln. Wir unterstützen wo wir nur können, so der BVO. Aber diese Dimension übersteigt unsere Kapazität. Wir konzentrieren uns derzeit darauf “zu retten was noch zu retten ist”, d.h. noch lebende Tiere aus trocken zu fallenden Gewässern umzusetzen, so Nieland. Hier gilt schon jetzt den vielen Helfern mein Dankeschön. Parallel zum BVO war die Feuerwehr Greetsiel, zusammen mit Mitgliedern des dortigen Anglervereins im Hafen Greetsiel im Einsatz (www.gf-krummhoern.de).

Sparsamer Umgang mit Wasser erforderlich (Pressemitteilung)

Pressemitteilung 26.07.2018

Sparsamer Umgang mit Wasser erforderlich

Angesichts der anhaltend trockenen Witterung fangen viele Gartenbesitzer an, ihre Rasenflächen zu beregnen. Neben Wasser aus der Leitung wird dazu auch Wasser aus oberirdischen Gewässern und dem Grundwasser verwendet. Wasser aus der Leitung wird aus Kostengründen weniger gern verwendet. Zudem weist der OOWV als größter Wasserversorger in der Region darauf hin, dass auch bei ausreichender Versorgung sparsam mit Leitungswasser umgegangen werden sollte. Die Wasserwerke müssen bereits mehr Wasser als üblich zur Verfügung stellen.

Die Entnahme von Wasser aus Gräben führt angesichts der niedrigen Wasserstände zu weiteren Beeinträchtigungen für Fische und Amphibien. Viele Gräben und kleinere Teiche sind bereits trockengefallen. Größere Teiche und Baggerseen weisen ebenfalls niedrigere Wasserstände als in Jahren mit durchschnittlichem Niederschlag auf.

Die untere Wasserbehörde beim Landkreis Aurich weist darauf hin, dass jede Entnahme von Wasser mit maschinengetriebenen Pumpen aus oberirdischen Gewässern und dem Grundwasser einer behördlichen Erlaubnis bedarf. Angesichts der ausgewöhnlich trockenen Witterung kann diese jedoch nur in besonders begründeten Fällen in Aussicht gestellt werden.

Die Wasserknappheit in den Gewässern ist mittlerweile auch ein großes Thema beim Bezirksfischereiverband für Ostfriesland (BVO), der viele Gewässer in Ostfriesland bewirtschaftet. Der BVO und der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN Aurich) sehen, wie in einem Gespräch mit dem Landkreis Aurich zum Ausdruck kam, keine Möglichkeit, unter Wassermangel leidende Gewässer mit zusätzlichem Wasser aus anderen Gewässern aufzufrischen. Dadurch werden nur Probleme verlagert und Schäden an anderen Gewässern herbeigeführt. Der BVO hat zudem seine Mitglieder aufgefordert, gefährdete Fischbestände nach Möglichkeit zu bergen und in Gewässer mit besserer Qualität umzusetzen.

Die Entnahme von Wasser ohne die erforderliche Erlaubnis kann als Ordnungswidrigkeit geahndet werden. Bislang ist es dazu noch nicht gekommen. Der Landkreis Aurich wird jedoch zum Schutz der

Gewässer Kontrollen vornehmen und Maßnahmen zur Einstellung der Wasserentnahme anordnen und Bußgeldverfahren einleiten.

Wassermangel – Fischsterben im Verbandsgebiet

Liebe Anglerkollegen, Fischereiaufseher und Gewässerwarte, Obleute, Anwohner der Gewässer und alle Mithelfenden. .

Auf Grund der lang anhaltenden Trockenheit scheint sich die Lage nunmehr extrem zu entwickeln.Die Hilferufe laufen bei uns stündlich ein. Betroffen davon sind quasi unser gesamtes Verbandsgebiet, besonders aber die Wieken und kleinere Kanäle in den Fehn- und Moorgebieten.
Eine Wetteränderung ist z. Zt. wohl kaum in Sicht und etwaige Regenfälle werden sich dann wohl erst mit sehr hoher zeitlicher Verzögerung und dann mit entsprechenden Fremdlasteinträgen auswirken. Eine sehr hohe Blaualgenentwicklung ist teilweise schon jetzt gegeben.
Die Leitfähigkeit des Wassers hat auf Grund der sehr starken Verdunstung und damit der Konzentration der ohnehin vorhandenen Schadstoffe in dem Restwasser extrem zugenommen. Die Sauerstoffkonzentration wird auch noch begünstigt durch die hohe Temperatur extrem abnehmen.

Die nachstehende Mail von Gestern für euch zur Kenntnis.

Meldungen über erneute Fischsterben und erhöhten Sauerstoffzerrungen liegen uns jetzt auch ganz massiv aus den Bereichen Südbrookmerland, Moormerland und sogar der Krumhörn und Greetsiel vor. Auch im Wittmunder und Auricher-Bereich ist die Situation nicht anders. Die Moore und Feuchtgebiete geben kein Wasser mehr ab. Die Entwässerungsverbände haben alle möglichen Abschottungen geschlossen.

Im Anhang erhaltet ihr vorweg den Pressebericht des Landkreises Aurich zur Information. Er wird vermutlich morgen in den Tageszeitungen erscheinen. Es ist quasi eine gemeinsame Erklärung der Wasserbehörde, der Naturschutzbehörde, des NLWKN, des Entwässerungsverbandes und der Kommunen sowie des BVO.

Dieser Pressebericht wurde bewusst kurz  und allgemein gehalten. Die Presse wird das Thema sowieso in den nächsten Tagen abarbeiten.

Beim heutigen Ortstermin in Ihlow wurde leider eindeutig festgestellt, dass aus anderen Bereichen unserer Kanäle und Wieken kein Wasser schadlos um- bzw. abgeleitet werden kann. Wir würden nur noch andere Gewässer in sehr kurzer Zeit erheblich gefährden.  Die einzige Möglichkeit wird es in Wiesmoor durch die Ableitung aus dem Nord-Georgsfehn-Kanal geben, aber leider auch nur in zeitlichen Abständen und nur in dem Maße, dass der Wasserspiegel im oberen Bereich des Ems-Jade-Kanal nicht extrem abfällt. Zwischen den Schleusen Wiesens und Upschört befinden wir uns nun mal auf einer natürlichen Erhöhung. Daher meine eindringliche Bitte an alle Anglerkollegen. Soweit möglich, versucht bei entsprechenden Feststellungen die bedrohten Tiere mit den zur Verfügung stehenden Mitteln –unsere Ortsgruppen sind entsprechend ausgerüstet, auch wenn es vermutlich nicht reichen wird- abzufangen und in entsprechend geeignete BVO-Gewässer umzusetzen.Die letzten Beobachtungen haben gezeigt, dass unsere Kleinfische beim Erreichen der Oberfläche von regelrechten Möwenschwärmen und Fischreihern abgeerntet werden. Aus diesem Grunde finden wir hauptsächlich noch größere und auch äußerst kapitale Exemplare vor.

Wir hoffen auf eure Unterstützung. Bitte setzt euch mit den Obleuten in Verbindung.

Ich bin auch jederzeit für euch erreichbar.

 

Hilko Nieland

BVO Gewässerangelegenheiten und Fischereiaufsicht.

Datenschutz im BVO

Liebe Mitglieder,

Auch an den BVO ist das Thema Datenschutz in den letzten Wochen nicht vorbei gegangen.

Bekanntlich endete am 25.05.2018 die Übergangsfrist nach Inkrafttreten der Datenschutzgrundverordnung (Eu-DSGVO), welche bereits zwei Jahre zuvor vom Gesetzgeber verabschiedet worden war. Im Gegensatz zu 2016, als kaum jemand von dem neuen Gesetz Notiz nahm, brach Dank der Verbreitung immer neuer Hiobsbotschaften in den sozialen Medien (von Millionenstrafen bei etwaigen Verstößen war die Rede), eine regelrechte DSGVO-Panik aus.

Und ich muss zugeben, auch der geschäftsführende Vorstand des BVO war verunsichert, zumal zu dem Zeitpunkt auch andere wichtige und arbeitsintensive Termine, wie etwa die Mitgliederversammlung mit Neuwahlen beim BVO und die Versammlung des AV Niedersachsen, anstanden.

Inzwischen hat sich  die Hysterie um die DSGVO gelegt und wir vom Vorstand meinen so gut es geht unsere “Hausaufgaben” gemacht zu haben.

Zusammen mit zwei weiteren Vorstandsmitgliedern besuchte ich ein Seminar zum Thema Datenschutz in Vereinen.

Hier konnten wir einen Leitfaden für unsere Arbeit mitnehmen und inzwischen größtenteils umsetzen:

  • eine allgemeine Mitgliederinformation bezüglich der Erhebung, Verarbeitung und Nutzung Ihrer Daten wurde erstellt und wird zukünftig jedem neuen Mitglied bei Eintritt in den BVO bekannt gegeben.
  • zukünftige Mitglieder müssen der Information zustimmen (Zustimmungserklärung zum Aufnahmeantrag  steht zum Download bereit).
  • Bestandsmitglieder können die Information in der Geschäftsstelle einsehen. Außerdem wird diese in den nächsten Verbandsnachrichten veröffentlicht. Hier auf der Webseite ist sie unter Mitgliederservice einsehbar.
  • Der Versand der Verbandsnachrichten erfolgt zukünftig als reine Mitgliederinformation, d.h. werbefrei und ist damit nicht zustimmungspflichtig für die Mitglieder.
  • In der Geschäftsstelle wird ein “Verarbeitungsnachweis Datenschutz” geführt, in dem genau aufgeführt ist, wer im BVO, zu welchem Zweck mit Daten umgeht.
  • jeder Funktionsträger im BVO, sowie die Angestellten der Geschäftsstelle sind, auch über ihre Tätigkeit für den BVO hinaus, zur Verschwiegenheit verpflichtet

Diese Auflistung ist ggfs. nicht abschließend und kann jederzeit ergänzt werden.

Sie können sicher sein, dass alle für den  BVO tätigen Mitglieder und Angestellte im  Umgang mit dem Datenschutz sensibilisiert sind und wir das Thema sehr ernst nehmen.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Urlaub und viel Petri Heil

Eric Jibben; Verwaltungsangelegenheiten und Öffentlichkeitsarbeit im BVO

Sperrung Brücke Verbindungskanal

Wegen dringender Reparaturarbeiten ist die Brücke über den Verbindungskanal (zur BVO Geschäftsstelle) seit heute bis voraussichtlich Freitag den 20.07.2018 für den ganzen Strassenverkehr gesperrt. Eine Umleitung ist ausgeschildert!