Bezirksfischereiverband für Ostfriesland e.V. seit 1914

Mitgliederversammlung 2019

Der Vorstand seit Juni 2018

Einen harmonischen Verlauf erlebten die rund 165 Besucher der Mitgliederversammlung des BVO am Sonntag den 26.Mai. in der Stadthalle in Aurich.

Rund 165 interessierte Zuhörer verfolgten die Sitzung in der Stadthalle. Lediglich einige für die Politik und Presse reservierte Plätze blieben wohl wegen des Wahlsonntages leer.

Zunächst hatten zahlreiche Vertreter aus Politik, Fischerei und Jägerschaft Grußworte an die Versammlung gerichtet. Hierfür an dieser Stelle herzlichen Dank.

Neben einem Rückblick auf das erste Amtsjahr des im vorigen Jahr neu gewählten Vorstandes, standen zahlreiche Ehrungen wegen langjähriger Mitgliedschaft auf dem Programm.

Elso Helmers aus Moormerland ist seit 70 Jahren Mitglied im BVO.

Je 4 Mitglieder sind 65 beziehungsweise 60 Jahre im BVO und 41 Mitglieder halten uns seit 50 Jahren die Treue.

Onno Behrends mit den Anwesenden 65- und 60jährigen Mitgliedern
Onno Behrends mit den Geehrten für 50jährige Mitgliedschaft

Hilko Nieland gab die kurzfristige  Freigabe von vier neuen Gewässern bekannt (näheres demnächst hier auf der Webseite) und Gewässerwart Thorsten Bruns hielt einen sehr interessanten Vortrag zur Bedrohung der Wieken im südlichen Verbandsgebiet.

Thorsten Bruns referierte über die Problematik der Wieken im südlichen Ostfriesland

E.J.

Verbandsnachrichten Frühjahr 2019 sind da.

In bewährter Weise möchten wir euch auch diese Ausgabe der Verbandsnachrichten online zur Verfügung stellen.

Viel Spass damit.

Die PDF findet ihr HIER.

Das Titelbild der Ausgabe 1-2019 zeigt diesmal Dr. Thomas Klefoth (AV Niedersachsen), im Dezember 2018, beim Einholen eines sog. Multimaschennetzes, anlässlich der Probebefischung des Greetsieler Verbindungskanals nach dem großen Fischsterben des vergangenen Sommers.

Großes Fischmonitoring nach Fischsterben im Verbindungskanal und Leyhörner-Binnentief

Ein groß angelegtes Monitoring des Fischbestandes im Verbindungskanal (Gewässer Nr. 146) und im Leyhörner-Binnentief (Gewässer Nr. 148), zu dem auch der Hafen Greetsiel gehört, fand am 13. und 14.12.2018 auf Initiative des BVO und des Greetsieler Fischereivereins, unter Leitung des Biologen des Anglerverbandes Niedersachsen, Dr. Thomas Klefoth, statt. Bekanntlich hatte es in diesen Gewässern im Sommer ein massives Fischsterben aufgrund einer dramatischen Versalzung wegen der anhaltenden Dürre in Deutschland gegeben. Über die anschließende, in der Geschichte des BVO und des Greetsieler Fischereivereins einmalige Rettungsaktion, wurde überregional in der Presse berichtet. Mit verschiedenen Fangmethoden versuchten nun zahlreiche Helfer an diesen beiden Tagen den übriggebliebenen Fischbestand einzuschätzen. Neben rund ein Dutzend Angler, welche sich klassisch mit der Raubfischrute auf die Pirsch machten, ging  Biologe Klefoth die Sache höchst wissenschaftlich an. Mit sogenannten “Multi-Maschennetzen” lassen sich verschiedene Fischarten, entsprechend ihrer Körpergröße selektiv fangen. 12 solcher Netze wurden über Nacht im Verbindungskanal ausgelegt und heute wieder eingeholt.

Verbandsbiologe Dr. Thomas Klefoth beim Einholen der Netze

Die Fänge wurden im Hafen Greetsiel genauestens eingeordnet, kartiert und dokumentiert um die Ergebnisse später den Fachbehörden zur Verfügung stellen zu können. Wohl ebenso einmalig wie die Fischrettungsaktion im Sommer war jetzt die Idee und die gelungene Umsetzung des Befischens des Leyhörner Binnentiefs mittels eines Fischkutters. Heiner Kruse, Vorsitzender des Greetsieler Vereins, hatte den Kapitän des Fischkutters Odysseus, Daniel Bruns, sofort von der Idee begeistern können. Sowohl für die Stellnetzfischerei, als auch für die Befischung eines Binnengewässers mittels eines Kutters hatten die zuständigen Behörden die erforderlichen Genehmigungen erteilt. Hierfür sprechen wir bereits an dieser Stelle unseren Dank aus. Über das Ergebnis und der daraus gegebenenfalls resultierenden Rückschlüsse werden wir in den nächsten Tagen, nebst einem Statement des Biologen, in einer ausführlichen Pressemitteilung berichten. Als erstes Fazit können wir feststellen, dass sich die sogenannte Nordseesprotte, eine Heringsart (im regionalen Volksmund “Bliksche” genannt), in den Gewässern massiv etabliert hat und die dominierende Biomasse des Fischbestandes stellt.

Der “Fang der Odysseus” deckte sich mit dem der Stellnetzfischerei