Bezirksfischereiverband für Ostfriesland e.V. seit 1914

Ursache für Muschelsterben weiter unklar. Zahlreiche BVO-Mitglieder beteiligen sich an der Bergung der Kadaver

Zusammen mit den Gemeindefeuerwehren, Anwohnern und anderen Vereinen traf man sich am Timmeler Meer

Weiterhin unklar ist die Ursache für das Massensterben von Süßwassermuscheln im Timmeler Meer.

Am gestrigen Samstag beteiligten sich zahlreiche BVO-Mitglieder an der Bergung der übel riechenden Massen inmitten des Feriengebietes.

Auch das Fischereiaufsichtsboot des BVO kam zum Einsatz

BVO-Vorsitzender Onno Behrends war vor Ort und unterstrich den guten Kontakt zur Gemeinde Großefehn. Als Inhaber des Fischereirechtes an dem Gewässer sei es selbstverständlich, dass man hier unterstützend tätig werde, auch wenn Muscheln nicht das Fachgebiet von Anglern seien.

Sorgfältig wurden die Uferbereiche abgesucht

Die Behörden tappen derweil bei der Ursachenforschung noch im Dunkeln.

Kritische Wasserwerte konnten bislang nicht ermittelt werden, ebenso keine Blaualgen.

Verendete Fische wurden bislang ebenfalls nicht gesichtet.

unglaubliche Mengen Muscheln wurden geborgen

Zweiter Extremsommer in Folge. Information und Dank an die Mitglieder des BVO (von Hilko Nieland)

Hunderte Süsswassermuscheln verenden

Zunächst vielen Dank für Euren Einsatz an vielen Örtlichkeiten unseres BVO-Gebietes. Wir können die derzeitige Situation leider nicht ändern. Aus den Oberläufen unserer Gewässer und aus den ausgetrockneten Moorgebieten können wir auch in nächster Zeit kein Wasser erwarten. Der Wasserspiegel nimmt dramatisch ab. Als Sofortmaßnahme kommt für den BVO leider nur , soweit möglich, ein Umsetzen in tiefere Gewässer infrage. Wir lassen nach Möglichkeit keine Lebewesen im Gewässer verenden. Dies findet große Unterstützung und Anerkennung in der Öffentlichkeit, bei den Behörden und bei den Eigentümern der Gewässer.

Eine Entsorgung toter Tiere sollte auf jeden Fall in enger Abstimmung mit den Gewässereigentümern und den zuständigen Behörden erfolgen.

Neben den dramatischen Bildern vom Sandwater gibt das Massensterben von Süßwassermuscheln im Bereich Timmel Rätsel auf. Der Landkreis Aurich und das NLWKN haben umfassende Untersuchungen eingeleitet. Ob das Phänomen überhaupt ebenfalls witterungsbedingter Natur ist bleibt abzuwarten.

Die Ursache wird vom Landkreis Aurich und dem NLWKN hoffentlich bald ermittelt

Einerseits bleibt nur zu hoffen, dass baldmöglichst Regenfälle einsetzen und den Wasserspiegel wieder ansteigen lassen, andererseits wird gerade dies nochmals ein kritischer Zeitpunkt werden. Durch den Nährstoffeintrag könnte es nochmals zu einer Sauerstoffzehrung kommen.

In diesem Sinne nochmals Danke

und wo es noch geht Petri Heil

Hilko Nieland

Anglerheim Wittmund des Bezirksfischereiverbandes für Ostfriesland (BVO) offiziell in Betrieb genommen

Bei bestem Wetter seiner Bestimmung übergeben

Am vergangenen Samstag wurde das Anglerheim Wittmund am Freizeitgelände Isums und in unmittelbarer Nähe zur Harle offiziell seiner Bestimmung übergeben. Vor zahlreichen Gästen dankte zunächst Ortsgruppenobmann Georg Fimmen den zahlreichen Helfern aus der Ortsgruppe,  ohne die das Projekt nicht zu realisieren gewesen wäre. Ebenso dazu beigetragen habe aber auch die stets unbürokratische Hilfe der Stadt Wittmund und des Vorstandes des BVO.

Eine starke Truppe

Vorsitzender Onno Behrends ließ die Entstehung der Ortsgruppe und des Baus des Anglerheimes nochmals Revue passieren. Aus einer Interessengruppe, welche sich seit einigen Jahren etabliert hatte, wurde erst 2014 die neunte Ortsgruppe des BVO gegründet. Insofern feiere man neben der Einweihung des Heimes auch das fünfjährige Bestehen der Ortsgruppe. Behrends schloss sich dem Dank an die Mitglieder und der Stadt Wittmund an.

Onno Behrends ließ die Geschichte der Ortsgruppe Revue passieren

Alles Gute für die Zukunft wünschte abschließend Bürgermeister Rolf Claußen. Bevor er eine Glocke als Gastgeschenk an Georg Fimmen übergab unterstrich der Bürgermeister die hervorragende Arbeit der Wittmunder Angler, insbesondere in der Jugendarbeit und im Naturschutz.

Obman Georg Fimmen und Bürgermeister Rolf Claußen

Man sei jetzt offizielle Nachbarn und unter Nachbarn sei es üblich, dass man sich auch in der Zukunft unterstüze und im Gespräch bleibe. Die erste Bewährungsprobe hat das Heim bereits überstanden. Am ersten Juni-Wochenende fanden die Jugendfischertage des Anglerverbandes Niedersachsen mit rund 80 Jugendlichen auf dem Gelände statt.

142 Ehrenamtliche setzen über 200.000 Aale in ostfriesische Gewässer

Mittlerweile ist so etwas wie Routine eingekehrt bei Hilko Nieland, zuständig für die Gewässerbewirtschaftung im Bezirksfischereiverband für Ostfriesland (BVO). Und dennoch fiebert er, wie auch die Verantwortlichen des Angelsportvereins Leer, des Sportfischervereins Borkum und der Fischereigenossenschaft Feentjer Tief/Flumm, alljährlich diesem Tag entgegen. Rund 800 Kilo Satzaale galt es, nach den Vorgaben des niedersächsischen Landesamtes für  Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) -Dezernat Binnenfischerei, Fischereikundlicher Dienst- in die ostfriesischen Gewässer auszubringen. “Diesen Ablauf jedes Jahr minutiös zu planen gleicht einer logistischen Meisterleistung und ist nur durch die Bereitschaft so vieler ehrenamtlich tätiger Angler zu schaffen”, so Nieland gegen Mittag dankend an der letzten Abgabestelle am Uphuser Meer bei Emden.

Matthias Litmeier Albe Fischfarm

Seit 07:00 Uhr morgens war der speziell  dafür ausgerüstete Kühllaster einer emsländischen Fischfarm in Ostfriesland unterwegs um die rund 50.000 Euro teure und sehr empfindliche Fracht an die Vereine und Ortsgruppen des BVO zu verteilen. Durch den gemeinsamen Einkauf und der ebenfalls gemeinsamen Antragstellung der EU-Förderung, über den Anglerverband Niedersachsen, konnten bestmögliche Konditionen und somit die größtmögliche Menge des auf der roten Liste stehenden europäischen Aales erworben werden.  Begonnen hatte die Tour in Leer und führte über Timmel, Wiesmoor, Marcardsmoor, Aurich und Südbrookmerland abschließend zum Uphuser Meer bei Emden. Eine Zähl- und Wiegeprobe ergab ein Stückgewicht von rund 4 Gramm, der im Schnitt etwa 7 bis 12cm kleinen Fische.

So werden die kleinen Aale zu den Ortsgruppen transportiert
Aale auf Anhänger

In Südbrookmerland übernahm auch die Ortsgruppe Norden im BVO rund 100 Kilo, also etwa 25.000 Kleine Aale. “Der Ablauf hat wieder einmal bestens geklappt”, freute sich Nieland am Mittag. Auch dass allein der BVO, zusammen mit der Fischereigenossenschaft Fentjer-Tief/Flumm, einen Anteil von rund 680Kilo Aale weitläufig auf die Gewässer verteilen konnte, freute ihn besonders.

Abgabestelle Georgsheil

Wilfried und Berit Heisig, sowie Marc-Rene`Rosendahl freuen sich, stellvetretend für alle BVO-Mitglieder, über rund 25.000 Aale für die Gewässer um Norden.

Mitgliederversammlung 2019

Der Vorstand seit Juni 2018

Einen harmonischen Verlauf erlebten die rund 165 Besucher der Mitgliederversammlung des BVO am Sonntag den 26.Mai. in der Stadthalle in Aurich.

Rund 165 interessierte Zuhörer verfolgten die Sitzung in der Stadthalle. Lediglich einige für die Politik und Presse reservierte Plätze blieben wohl wegen des Wahlsonntages leer.

Zunächst hatten zahlreiche Vertreter aus Politik, Fischerei und Jägerschaft Grußworte an die Versammlung gerichtet. Hierfür an dieser Stelle herzlichen Dank.

Neben einem Rückblick auf das erste Amtsjahr des im vorigen Jahr neu gewählten Vorstandes, standen zahlreiche Ehrungen wegen langjähriger Mitgliedschaft auf dem Programm.

Elso Helmers aus Moormerland ist seit 70 Jahren Mitglied im BVO.

Je 4 Mitglieder sind 65 beziehungsweise 60 Jahre im BVO und 41 Mitglieder halten uns seit 50 Jahren die Treue.

Onno Behrends mit den Anwesenden 65- und 60jährigen Mitgliedern
Onno Behrends mit den Geehrten für 50jährige Mitgliedschaft

Hilko Nieland gab die kurzfristige  Freigabe von vier neuen Gewässern bekannt (näheres demnächst hier auf der Webseite) und Gewässerwart Thorsten Bruns hielt einen sehr interessanten Vortrag zur Bedrohung der Wieken im südlichen Verbandsgebiet.

Thorsten Bruns referierte über die Problematik der Wieken im südlichen Ostfriesland

E.J.